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Mit Schokolade, Uhren und Banken wird die Schweiz oft schnell abgehandelt. Doch schaust du genauer hin, entdeckst du ein Land mit so viel geografischer Vielfalt und kulturellem Reichtum, dass du locker einen ganzen Monat damit füllen könntest. Mitten in Zentraleuropa gelegen, umfasst dieser kleine Binnenstaat nur 41.285 Quadratkilometer, etwa halb so groß wie Schottland. Und trotzdem vereint er drei klar unterscheidbare Naturräume: die Schweizer Alpen im Süden, das sanfte Mittelland in der Mitte und den Jura im Nordwesten. Fünf Länder grenzen an die CH: Frankreich im Westen, Deutschland im Norden, Österreich und Liechtenstein im Osten sowie Italien im Süden. Mit rund 8,9 Mio. Einwohnern ist es ein Ort, an dem die Natur noch dominiert: Etwa 60 % der Fläche sind Alpengebiet, rund 30 % entfallen auf das Mittelland und die restlichen 10 % auf den Jura.
Was viele Erstbesucher überrascht: Die Schweiz zählt über 1.500 Seen und rund 1.400 Gletscher. Ihre Flüsse münden in drei verschiedene Meere: Das Rheinsystem fließt in die Nordsee, die Rhône ins Mittelmeer und der Inn speist die Donau auf dem Weg zum Schwarzen Meer. Etwa 6 % der gesamten Süßwasserreserven Europas liegen hier, daher auch der Beiname "Wasserschloss Europas". Der höchste Punkt ist die Dufourspitze im Monte-Rosa-Massiv mit 4.634 Metern, der tiefste liegt am Ufer des Lago Maggiore im Tessin auf nur 193 Metern über dem Meeresspiegel. Im Sommer klettern die Temperaturen im Flachland auf bis zu 35 Grad Celsius, südlich der Alpen im Tessin erwartet dich fast mediterranes Klima mit Palmen und lauen Abenden.
Die Schweiz gehört zu den wenigen Ländern weltweit mit vier Landessprachen. Deutsch, von etwa 62 % der Bevölkerung gesprochen, dominiert im Norden, in der Mitte und im Osten. Französisch mit rund 23 % prägt den Westen, die sogenannte Romandie. Italienisch ist mit etwa 8 % Hauptsprache im südlichen Kanton Tessin. Und dann gibt es noch Rätoromanisch, eine vom Latein abstammende romanische Sprache, die weniger als 0,5 % der Bevölkerung spricht, vor allem im Kanton Graubünden. 1938 wurde Rätoromanisch Landessprache, 1996 auch Amtssprache für den Bund. Heute sprechen es noch rund 60.000 Menschen und verleihen dieser Region einen ganz eigenen Charakter.
Für dich als Besucher heißt das: Du fährst eine Stunde und fühlst dich wie in einem anderen Land. Architektur, Speisekarten, Dialekte und sogar die Stimmung in den Dörfern verändern sich. Der französischsprachige Westen wirkt entspannt und kosmopolitisch. Das deutschsprachige Herzland ist geprägt von Präzision und Tradition. Das Tessin strahlt italienische Lebensfreude aus mit Terrakottadächern und Seepromenaden. Und in den rätoromanischen Tälern begegnest du einer Kultur, die zeitlos und zugleich wunderbar selten wirkt.
Warum also eine besondere Unterkunft in der Schweiz buchen? Hier kommen die besten Gründe:
Klar, das Matterhorn ist ikonisch und Luzern wunderschön. Doch es gibt noch mehr zu entdecken:
Zwischen Lausanne und Montreux am Nordufer des Genfersees erstrecken sich die UNESCO-geschützten Terrassen von Lavaux. Seit dem 11. Jahrhundert schmiegen sich die Reben an die steilen Hänge. Ein Glas Chasselas mit Blick auf die im See gespiegelten Alpen bleibt lange in Erinnerung.
Viele internationale Besucher verpassen den italienischsprachigen Süden. Ein Fehler. Morcote am Luganersee gilt als eines der schönsten Dörfer der Schweiz. Italienische Architektur trifft hier auf Schweizer Präzision. Der Parco Scherrer mit Pflanzen und Kunst aus aller Welt macht den Ort noch besonderer. Mit der Standseilbahn auf den Monte San Salvatore genießt du Panoramablicke bis zu den Gipfeln des Berner Oberlands.
Nahe Flims in Graubünden liegt die Rheinschlucht, oft als Swiss Grand Canyon bezeichnet. Steile Kalksteinwände, ein türkisfarbener Fluss und dichte Wälder schaffen eine fast urzeitliche Kulisse. Du kannst raften, wandern oder die Aussicht von der Plattform Il Spir genießen.
Das Lauterbrunnental mit seinen 72 Wasserfällen soll J.R.R. Tolkien zu Bruchtal inspiriert haben. 1911 wanderte er hier und war tief beeindruckt. Wenn du heute durch das Tal gehst, verstehst du sofort warum.
Im Jura hält La Brevine den Kälterekord der Schweiz mit minus 30 Grad Celsius. Im Winter friert der Lac des Tailleres komplett zu und wird zur Natureisbahn. Perfekt für Langlauf und Schneeschuhwanderungen in einer Landschaft wie aus einem Gemälde.
Das Verkehrsnetz ist zuverlässig und perfekt verknüpft. Mit dem Swiss Travel Pass fährst du unbegrenzt und erhältst Vergünstigungen für Museen und Bergbahnen. Wenn du Auto fährst, brauchst du eine Autobahnvignette.
Gezahlt wird mit dem Schweizer Franken (CHF), nicht mit dem Euro. Karten werden fast überall akzeptiert, etwas Bargeld schadet trotzdem nicht. Die Schweiz ist kein günstiges Reiseziel, doch Qualität und Natur rechtfertigen den Preis.
Jede Jahreszeit hat ihren Reiz. Sommer für Wandern und Seen, Winter für Schnee und Gemütlichkeit, Frühling und Herbst für weniger Trubel. Besonders schön ist der Herbst mit goldenen Lärchen im Engadin und Wallis.
Service ist meist inklusive, dennoch rundest du bei gutem Service um 5 bis 10 % auf. Pünktlichkeit und Höflichkeit sind wichtig. Ein freundliches "Grüezi", "Bonjour" oder "Buongiorno" kommt immer gut an.
Das Schweizer Leitungswasser zählt zu den besten weltweit. Du kannst aus fast allen Brunnen trinken und deine Flasche unterwegs auffüllen. Flaschenwasser brauchst du hier nicht.
Die Schweiz belohnt dich, wenn du genauer hinschaust. Wenn du Nebenstraßen nimmst, den langsameren Zug wählst oder einem Wanderweg folgst, nur um zu sehen, was hinter der nächsten Kurve liegt. Ob dramatische Alpen, versteckte Seen, pulsierende Städte oder stille rätoromanische Dörfer: Du findest hier deine ganz persönliche Schweiz.
Buche jetzt eine besondere Unterkunft in der Schweiz und erlebe ein Land, das klein wirkt und doch voller Überraschungen steckt. Dein nächster unvergesslicher Kurztrip oder längerer Urlaub ist näher, als du denkst.