Malta: Eine mediterrane Power im Taschenformat
Manche Länder zwingen dich zur Wahl zwischen Kultur und Küste, zwischen Geschichte und Genuss. Malta spielt dieses Spiel nicht mit. Mitten im Mittelmeer, südlich von Sizilien und östlich von Tunesien, steckt dieses winzige Archipel voller Charakter wie kaum ein anderer Ort der Welt. Wenn du nach einem Urlaub suchst, der sich wirklich anders anfühlt, könnte es die beste Entscheidung des Jahres sein, eine außergewöhnliche Unterkunft auf Malta zu buchen.
Die Zahlen hinter dem Zauber
Malta ist ein Archipel aus drei bewohnten Inseln: Malta, Gozo und Comino. Die gesamte Landfläche beträgt nur 316 km², also etwa doppelt so groß wie Washington, D.C. Trotz der kompakten Größe leben hier rund 549.000 Menschen. Damit gehört das Land mit etwa 1.716 Einwohnern pro km² zu den am dichtesten besiedelten Staaten der Welt. Der höchste Punkt, Ta' Dmejrek, liegt gerade einmal 253 Meter über dem Meeresspiegel.
Das Klima ist subtropisch mediterran mit heißen, trockenen Sommern und milden, leicht regnerischen Wintern. Malta kommt auf etwa 3.000 Sonnenstunden pro Jahr und zählt damit zu den sonnigsten Orten Europas. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen reichen von etwa 15°C im Winter bis rund 31°C im August. Die Wassertemperatur liegt im Jahresmittel bei etwa 20°C, von Juni bis November ist das Meer angenehm warm zum Schwimmen. Amtssprachen sind Englisch und Maltesisch, bezahlt wird mit dem Euro.
Warum eine außergewöhnliche Unterkunft auf Malta mehr kann als Standard
Malta belohnt neugierige Reisende auf eine Weise, wie es größere Destinationen kaum schaffen. Darum lohnt es sich, hier eine besondere Unterkunft zu buchen:
- Alles ist nah. Die Hauptinsel ist nur 27 km lang und 14,5 km breit. Nichts ist wirklich weit entfernt. Morgens erkundest du uralte Tempel, nachmittags liegst du an türkisfarbenem Wasser und sitzt nie länger als 30 Minuten im Auto.
- 7.000 Jahre Geschichte in Schichten. Kaum ein Ort wurde von so vielen Kulturen geprägt: jungsteinzeitliche Tempelbauer, Phönizier, Römer, Araber, Normannen, die Johanniter, Napoleon und das Britische Empire. Diese Geschichte spürst du bei jedem Spaziergang durch die Gassen.
- Ganzjähriges Reiseziel. Mit rund 300 Sonnentagen im Jahr und Wintern, in denen es selten unter 10°C fällt, ist Malta nicht nur ein Sommerziel. Frühling und Herbst sind ideal für Sightseeing ohne Hochsaison-Trubel.
- Englisch wird fast überall gesprochen. Etwa 88% der Bevölkerung sprechen Englisch. Für Reisende aus den USA, UK, Irland oder Australien ist es also besonders unkompliziert, sich zurechtzufinden und mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen.
- Hollywood-Kulisse zum Mitwohnen. Malta war Drehort für Blockbuster wie Gladiator, Gladiator II, Game of Thrones, Troja, World War Z, Captain Phillips, Munich und Jurassic World: Dominion. Wenn du hier eine besondere Unterkunft buchst, genießt du deinen Morgenkaffee vielleicht mit genau dem Ausblick, den ein berühmter Regisseur für eine Millionenproduktion gewählt hat.
- Drei UNESCO-Welterbestätten. Für so ein kleines Land sind drei UNESCO-Stätten beachtlich: die Stadt Valletta, die Megalithtempel und das Hal Saflieni Hypogäum. Pro Quadratkilometer sind das mehr Welterbestätten als in fast jedem anderen Land der Welt.
Highlights, die du kennst und ein paar, die du noch nicht kennst
Die bekannten Klassiker
Valletta, die Hauptstadt, ist selbst UNESCO-Welterbe und wurde im 16. Jahrhundert vom Johanniterorden erbaut. Barocke Architektur, verzierte Balkone und der Blick auf den Grand Harbour sind ikonisch. Die Blue Lagoon auf dem kleinen Comino begeistert mit kristallklarem, türkisfarbenem Wasser. Und die ummauerte Stadt Mdina, auch Silent City genannt, hat weniger als 300 feste Einwohner und bewahrt besonders in der Abenddämmerung eine fast mystische mittelalterliche Atmosphäre.
Die weniger offensichtlichen Juwelen
- Das Hal Saflieni Hypogäum: Diese unterirdische prähistorische Begräbnisstätte in Paola stammt aus etwa 4000 v. Chr. und ist damit älter als die ägyptischen Pyramiden. In drei Ebenen komplett aus dem Fels gehauen, barg sie einst die Überreste von rund 7.000 Menschen. Pro Tag sind nur 80 Besucher erlaubt, Tickets solltest du frühzeitig reservieren.
- Die Victoria Lines: Eine 12 km lange Kette britischer Befestigungsanlagen, die entlang einer geologischen Verwerfung quer über die Insel verläuft. Zwischen 1870 und 1899 erbaut, bieten die Ruinen heute eine spektakuläre Wanderroute mit weiten Ausblicken, die viele Touristen nie entdecken.
- Wied il-Ghasri, Gozo: Ein dramatisches, schmales Tal, das zu einem winzigen Kiesstrand zwischen hohen Kalksteinfelsen führt. Das Wasser ist glasklar und der Ort wirkt selbst auf einer belebten Insel erstaunlich abgeschieden.
- Die Dingli Cliffs: Mit rund 250 Metern sind sie der höchste per Straße erreichbare Punkt der Insel. Der steile Abfall ins Mittelmeer und der Blick auf die unbewohnte Insel Filfla sind besonders bei Sonnenuntergang beeindruckend. Keine großen Einrichtungen, nur Küste und Ruhe.
- Marsaxlokk: Ein lebendiges Fischerdorf im Südosten, wo bunte traditionelle Boote, die sogenannten Luzzu, im Hafen schaukeln. Der Sonntags-Fischmarkt ist legendär und in der Umgebung findest du Naturbadestellen wie St. Peter's Pool.
- Birgu Fest: Jedes Jahr im Oktober werden in Vittoriosa alle elektrischen Lichter ausgeschaltet und die Altstadt nur mit tausenden Kerzen beleuchtet. Eine der stimmungsvollsten Veranstaltungen im Mittelmeerraum.
Fünf Dinge, die nicht in jedem Reiseführer stehen
- Wanderung von Ras id-Dawwara nach Migra l-Ferha. Diese etwa 7 km lange Route entlang der Westklippen führt durch Terrassenfelder, Höhlen und vorbei an Mandelbäumen. Nach starkem Regen kannst du sogar Wasserfälle entdecken, die ins Meer stürzen. Selbst unter Einheimischen ein Geheimtipp.
- Mnajdra-Tempel bei Sonnenaufgang zur Tagundnachtgleiche oder Sonnenwende. Der Eingang des Südtempels ist astronomisch so ausgerichtet, dass das Sonnenlicht zu diesen Zeitpunkten in einem präzisen Muster ins Innere fällt. Heritage Malta organisiert teils besondere Events. Auch an normalen Tagen ist die Küstenlage bei Qrendi faszinierend.
- Mit dem Kajak zu den Salinen von Qbajjar auf Gozo. An der rauen Nordküste wird seit Jahrhunderten Salz in handgehauenen Felsbecken gewonnen. Beim Paddeln entdeckst du farbenfrohe Bootshäuser und Höhlen bei Dahlet Qorrot.
- Die Lascaris War Rooms unter Valletta. Dieses streng geheime Kommandozentrum aus dem Zweiten Weltkrieg liegt tief unter den Bastionen der Stadt. Hier befanden sich RAF-Kontrollräume, Radarstationen und Flugabwehrleitungen. Heute ist alles als Museum erhalten und macht Maltas Kriegsgeschichte eindrucksvoll erlebbar.
- Unterhalb der Bastionen zum versteckten Kai bei Fort St. Elmo spazieren. Nahe dem Mediterranean Conference Centre führen Stufen hinunter zu einem ruhigen Kai am Meer, vorbei an alten Fischerhütten. Einer der besten Orte, um dem Kreuzfahrttrubel oben zu entkommen.
Praktische Infos für deine Malta-Reise
Fortbewegung
Malta verfügt über ein dichtes Busnetz, das sternförmig von Valletta ausgeht. Die meisten Orte auf der Hauptinsel sind gut erreichbar. Nach Gozo fährt regelmäßig eine Fähre von Cirkewwa, die Überfahrt dauert etwa 25 Minuten. Comino erreichst du per kleinerem Boot von Malta oder Gozo. Ein Mietwagen bietet mehr Flexibilität, aber Achtung: Es herrscht Linksverkehr und die Straßen sind oft schmal und belebt.
Beste Reisezeit
Frühling von April bis Juni und Herbst von September bis Oktober bieten die beste Mischung aus angenehmem Wetter, moderaten Besucherzahlen und idealen Temperaturen zum Erkunden. Der Sommer im Juli und August ist heiß und stark besucht, perfekt für Strandtage. Der Winter ist mild und ruhig, einige Sehenswürdigkeiten haben kürzere Öffnungszeiten, dafür kannst du entspannt wandern und besichtigen.
Wie lange bleiben
Mindestens vier bis fünf Tage solltest du einplanen, um die Highlights von Malta zu sehen und einen Tagesausflug nach Gozo und Comino zu machen. Mit einer ganzen Woche kannst du es ruhiger angehen, versteckte Buchten entdecken, auf Dorfplätzen verweilen und deine besondere Unterkunft richtig genießen.
Essen und Trinken
Die maltesische Küche spiegelt die Geschichte als Knotenpunkt wider. Probier Pastizzi, knuspriges Blätterteiggebäck mit Ricotta oder Erbsenfüllung, Kanincheneintopf namens Fenkata und frischen Fisch, besonders in Orten wie Marsaxlokk. Auch die Weinszene wächst, lokale Rebsorten wie Gellewza und Girgentina sind einen Versuch wert. Craft-Bier hat sich ebenfalls etabliert und ist vielerorts erhältlich.
Ein Land, das größer wirkt als es ist
Malta ist eines dieser seltenen Reiseziele, bei denen dir die geringe Größe nur Vorteile bringt. In einem einzigen Urlaub schwimmst du in Wasser, das fast unwirklich klar wirkt, schlenderst durch Gassen, in denen einst Ritter kämpften, steigst hinab in einen 6.000 Jahre alten unterirdischen Tempel und isst frisch gefangenen Fisch direkt am Hafen. Selbst erfahrene Reisende werden hier immer wieder überrascht.
Buche eine außergewöhnliche Unterkunft auf Malta und mach aus einer normalen Reise eine unvergessliche Erinnerung. Ob langes Wochenende oder ganze Woche, die Inseln belohnen deine Neugier an jeder Ecke.