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Irland ist nicht einfach nur ein Reiseziel, es ist ein geologisches Geschichtsbuch. Mitten im Nordatlantik vor Nordwesteuropa gelegen, ist es die 20.-größte Insel der Welt und umfasst rund 84.500 km², also ungefähr so groß wie Österreich. Die Insel erstreckt sich etwa 480 km von Nord nach Süd und 275 km von Ost nach West. Und das Erstaunliche: Kein Punkt in Irland ist weiter als etwa 110 km vom Meer entfernt. Die Landschaft besteht aus flachen zentralen Ebenen, die von Küstengebirgen umrahmt werden. Der höchste Berg ist der Carrauntoohil im County Kerry mit 1.039 Metern. Der längste Fluss, der Shannon, ist 360,5 km lang und durchschneidet das Land fast komplett. Weite Torfmoore, glaziale Täler und Kalkstein-Karstlandschaften sorgen dafür, dass sich das Gelände von County zu County stark verändert.
Die Geologie ist hier unglaublich alt. Die ältesten Gesteine Irlands, auf der Insel Inishtrahull und am Annagh Head, sind rund 1,7 Milliarden Jahre alt. Mindestens zwei große Eiszeiten haben die Insel geprägt. Als sich die Gletscher vor etwa 12.000 Jahren zurückzogen, hinterließen sie Drumlins, seenreiche Tiefländer und dramatische Klippen, die das heutige Irland ausmachen. Das milde, ozeanische Klima sorgt das ganze Jahr über für angenehme Temperaturen: Im Januar liegen die Durchschnittswerte bei etwa 5°C, im Juli bei 15 bis 16°C. Schnee ist im Flachland selten, extreme Hitze praktisch unbekannt, und das berühmte satte Grün entsteht durch reichlich Regen, den die Atlantikwinde mitbringen.
Die Bevölkerung der gesamten Insel liegt erstmals seit 1851 wieder bei über 7 Millionen Menschen. In der Republik Irland leben mehr als 5,4 Millionen, in Nordirland rund 1,9 Millionen. Nach Jahrhunderten der Auswanderung, besonders nach der Großen Hungersnot der 1840er Jahre, wächst die Bevölkerung heute wieder. Englisch ist die dominierende Sprache, aber Irisch (Gälisch) ist die erste Amtssprache der Republik und wird in den Gaeltacht-Regionen, vor allem an der Westküste, noch als lebendige Alltagssprache gesprochen.
Schöne Landschaften gibt es überall auf der Welt. Was Irland so besonders macht, ist die unglaubliche Vielfalt auf kleinstem Raum. Fahrst du nur dreißig Minuten in fast jede Richtung, verändert sich alles: raue Atlantikklippen werden zu sanften Weiden, alte Moorlandschaften zu lebendigen Städten, stille Klosterruinen zu Pubs voller traditioneller Musik. Für Reisende aus den USA, dem UK, DE, FR, BE, Australien oder darüber hinaus bietet Irland etwas Seltenes: echtes Entdecken ohne Sprachbarrieren oder komplizierte Planung.
Das macht einen Aufenthalt in einer einzigartigen Unterkunft in Irland besonders reizvoll:
Die Cliffs of Moher, der Ring of Kerry und der Giant's Causeway sind weltberühmt und völlig zu Recht. Doch Irland hat noch eine zweite Ebene voller Wunder, von denen viele Besucher nie hören.
Versteckt auf der Iveragh-Halbinsel im Süden von Kerry liegt eines von nur wenigen International Dark-Sky Reserves mit Gold-Status weltweit und das einzige auf der Nordhalbkugel. In klaren Nächten siehst du die Milchstraße, die Andromeda-Galaxie, Sternhaufen und Nebel mit bloßem Auge. Der Himmel wirkt hier wie vor tausenden Jahren, bevor elektrisches Licht die Sterne verdrängte.
Im County Clare wirkt das freiliegende Kalksteinplateau des Burren auf den ersten Blick wie eine Mondlandschaft. Doch es verbirgt ein botanisches Wunder: Arktisch-alpine Pflanzen aus der letzten Eiszeit wachsen hier direkt neben mediterranen Arten wie dem Erdbeerbaum. Das ist weltweit einzigartig. Jeden Frühling sprießen Orchideen, Enziane und seltene Farne aus den Felsspalten.
Was heute weltweit als Halloween gefeiert wird, entstand vor über 2.000 Jahren in Irland als das keltische Fest Samhain. Es markierte das Ende der Ernte und den Beginn der dunklen Jahreshälfte. Die Kelten glaubten, dass in dieser Zeit die Grenze zwischen Lebenden und Toten dünn wird. Bräuche wie Verkleiden, Feuer und später Trick-or-Treating gehen direkt darauf zurück. Irische Auswanderer brachten Samhain im 19. Jahrhundert nach Amerika, wo es sich zum modernen Halloween entwickelte. Orte wie der Hill of Tlachtga im County Meath oder die Höhlen von Rathcroghan im County Roscommon sind eng mit diesen Ursprüngen verbunden.
Irlands Küste erstreckt sich über tausende Kilometer. Besonders an der Westküste findest du Strände mit türkisfarbenem, glasklarem Wasser, das an sonnigen Tagen fast karibisch wirkt. Keem Bay auf Achill Island, versteckte Buchten in Mayo oder geschützte Strände in West Cork zeigen ein Irland, das viele nicht erwarten. Der Wild Atlantic Way, eine der längsten ausgewiesenen Küstenrouten der Welt, verbindet diese Orte auf rund 2.500 km von Donegal im Norden bis Kinsale im Süden.
Irland brachte Bram Stoker hervor, der Dracula aus seiner Dubliner Kindheit formte. W.B. Yeats fand seine mythologische Inspiration in der Landschaft von County Sligo, wo der Tafelberg Benbulben noch heute das Panorama prägt. Literarische Pubs, unabhängige Buchläden und regelmäßige Erzählabende halten dieses Erbe lebendig.
Spaziere den Gobbins Cliff Path im County Antrim. Nur 30 Minuten von Belfast entfernt führt dieser geführte Klippenweg über Hängebrücken, Felstreppen, durch Höhlen und einen Tunnel. Du bewegst dich direkt zwischen Himmel und Meer. Vorab buchen ist Pflicht.
Erkunde die Caves of Keash im County Sligo. Diese Gruppe uralter Höhlen in einem Kalksteinhang ist vermutlich älter als die ägyptischen Pyramiden. Archäologische Funde belegen frühe Besiedlung, und der Blick über die Landschaft ist beeindruckend. Menschenmengen triffst du hier kaum.
Kayake durch biolumineszierendes Wasser im Lough Hyne in West Cork. In bestimmten Nächten beginnt das Plankton in diesem Salzwassersee zu leuchten, sobald dein Paddel das Wasser bewegt. Ein echtes Geheimnis und ein magisches Erlebnis, das du in Europa kaum woanders findest.
Fahre die Slea Head Runde auf der Dingle-Halbinsel. Während der Ring of Kerry von Bussen dominiert wird, bietet die Slea Head Drive mindestens genauso spektakuläre Ausblicke bei deutlich weniger Besuchern. Highlights sind der Dunquin Pier, das Gallarus Oratory und die Reste früher christlicher Siedlungen auf den Klippen.
Entdecke das Lost Valley im County Mayo. Dieses Tal ist seit der Zwangsräumung während der Großen Hungersnot in den 1840ern nahezu unverändert geblieben. Heute ist es zugänglich, und der Spaziergang durch verlassene Steinmauern und stille Felder gehört zu den bewegendsten Erlebnissen Irlands.
Irland ist international sehr gut angebunden. Es gibt Direktflüge nach Dublin, Cork, Shannon, Knock und Belfast aus den USA, dem UK, dem europäischen Festland und darüber hinaus. Billigfluglinien machen die Anreise aus Europa besonders einfach.
Ein Mietwagen gibt dir die meiste Freiheit, vor allem für abgelegene und besonders schöne Gegenden. Gefahren wird links. Das Autobahnnetz ist deutlich besser geworden, aber die besten Erlebnisse findest du oft auf schmalen Landstraßen, wo alles langsamer wird und die Landschaft sich öffnet. Busse und Züge verbinden die größeren Städte und Orte.
Mai und Juni sind meist die sonnigsten Monate mit den längsten Tagen, im Hochsommer bis zu 18 Stunden Licht. Juli und August sind am wärmsten, aber auch am vollsten. September und Oktober bringen tolle Herbstfarben, ruhigere Straßen und die besondere Stimmung rund um Samhain. Selbst der Winter hat seinen Reiz, etwa zum Sternegucken oder für gemütliche Abende am Kamin.
In der Republik Irland zahlst du mit Euro, in Nordirland mit dem britischen Pfund. Englisch wird überall gesprochen. Irisch begegnet dir auf Straßenschildern und in Gaeltacht-Gebieten. Die meisten Iren helfen dir gerne bei Aussprache und Wegbeschreibungen.
Ja, es regnet in Irland. Aber die Iren sagen: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Das Wetter wechselt schnell, und Sonne, Regen und Wind in einer Stunde sind ganz normal. Genau das sorgt für das besondere Licht und das intensive Grün. Pack Zwiebellook ein, nimm eine Regenjacke mit und lass dich drauf ein.
Irlands Landschaft, Geschichte und Kultur passen perfekt zu Reisenden, die mehr wollen als ein Standardhotel. Ob umgebauter Leuchtturm, Steincottage in einem vergessenen Tal oder etwas völlig Unerwartetes, der Ort, an dem du übernachtest, wird Teil deiner Reisegeschichte. Irland belohnt Neugier, kleine Umwege und Gespräche mit Einheimischen, deren Tipps du einfach mal ausprobierst.
Wenn du eine besondere Unterkunft in Irland buchst, buchst du nicht nur eine Übernachtung. Du entscheidest dich dafür, in eine der vielschichtigsten, überraschendsten und menschlichsten Landschaften Europas einzutauchen. Und danach verstehst du, warum so viele schon die Rückkehr planen, bevor sie überhaupt abgereist sind.